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👹 Die Hölle des Saxophonspiels 👹 Sax-Basics ⚠️Achtung Baustelle! 👷🏻‍♀️
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Lehrlingsjahre (Grundlagen) - Kapitel II
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Gedanken zur Atmung
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Gedanken zur Atmung

Gekonnte Atmung ist essenziell für einen guten Sound. 👁️Atmen ist vor Allem eins: Wahrnehmen. Das Thema führt schnell dazu, dass wir beim Spielen total verkopft “richtig” atmen wollen. Doch so gelingt das Kunststück leider nicht. Die Essenz für gute Atemtechnik beim Spielen ist das Hineinfühlen in den Körper und die Wahrnehmung, wie der Atem fließt - ohne aktiv etwas daran zu ändern. Damit das funktioniert, musst du das Atmen an sich auf gewisse Art neu lernen. Bei der perfekten Atemtechnik wird ein irrwitziges Ziel verfolgt: Unbewusst die richtige Atem-Technik benutzen - und die richtige Technik ist der Einsatz des reflektorischen Atmens gemeinsam mit einer aktiven Atemstütze. Der reflektorische Atem ist der Ein-Atem-Reflex des Körpers und die aktive Atemstütze ist eine Muskelaktivität, die wir uns antrainieren müssen, um einen stabilen Luftstrom zu erzeugen. Zusammenfassend kann man sagen:

💡

Beim Atmen lernen für Blasinstrumente und Gesang geht es um das Kennen-Lernen, Vertiefen und Abrufen eines bestimmten Körpergefühls.

  • Reflektorische Atmung
  • Die Atemstütze - eine Übung
  • Take-Aways:
  • Wie du die richtige Atemtechnik übst
  • mehr…

Reflektorische Atmung

Die eine Atemtechnik die du lernen solltest: Reflektorischer Atem

Die Atemstütze - eine Übung

Um das richtige Körpergefühl für die Atemstütze zu bekommen, gibt es eine Übung aus dem Buch „Breath“ von James Nestor:

  1. du brauchst nicht extra vorher einatmen
  2. sprich immer wieder, ohne zwischendurch Luft zu holen 123456789 10 123456789 10……
  3. sprich weiter, wenn du nur noch flüstern kannst
  4. sprich weiter, wennn du nicht mal mehr flüstern kannst und nur noch gequälte Laute von dir gibst bis wirklich keine Luft mehr in deinem Körper ist

Du merkst jetzt ganz genau, wie sich deine Muskulatur, die an der Ausatmung beteiligt ist, anfühlen kann, wenn sie richtig aktiv ist. Die gleiche Aktivierung mit einer etwas abgeschwächten Intensität macht auch einen guten Sound auf dem Instrument deiner Wahl.

Take-Aways:

Diese 4 Dinge musst du über die Atmung wissen:

  1. 👁️ Achte am Anfang jeder Übesession auf deine Atmung und entwickle ein Gefühl dafür, wie sie sich anfühlt. Du kannst diese Atemwahrnehmung auch in deinen Alltag einbauen. Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Druckveränderungen in deinem Bauch und unteren Rücken, während der Atem diesen Bereich weitet und wieder zusammenfallen lässt.
  2. 🏄🏻Kontrolliere deine Körperhaltung und sorge für Entspannung im ganzen Körper bei einer aufrechten und natürlichen Haltung. Entspanne deine Schultern und hebe dein Brustbein, als würdest du stolz eine dort hängende Medaille 🥇 präsentieren wollen, um Platz für die Lunge zu machen und du wirst sehen, dass die Schultern ohne Kraftaufwand von selbst nach hinten fallen.
  3. 🥴Zum Einatmen löst du deinen Kiefer und lässt zu, dass der Atem „einfällt“. Das nennt man reflektorischer Atem. Du kannst dem Reflex im Wege stehen, indem du zu viel nachdenkst und deine Bauchdecke anspannst. Eine andere Formulierung für „Kiefer lösen“ wäre - ein dummes Gesicht machen - wie eine Kuh beim Kauen🐮 . Fakt ist: Für das Einatmen machst du nichts, außer dich zu entspannen. Es ist kein aktiver Prozess sondern ein überlebenswichtiger Reflex, den du zulässt.
  4. 💨 Aktiviere deine Bauch- und Rückenmuskulatur schon bevor du einen Ton spielst. Du antizipierst deinen nächsten Ton somit und bist bereit wie eine Gasflasche, bei der der Druck immer schon da ist, bevor der Hahn geöffnet wird. Wie intensiv der Druck ist, das lernst du über die Zeit - hier findet sich eine effiziente Balance zwischen Intensität und Entspannung.

Wie du die richtige Atemtechnik übst

Bevor du die Atemtechnik auf dem Instrument übst, solltest du sie erst einmal lernen.

Dafür brauchst du kein Instrument. Du kannst die Atmung im Alltag lernen - denn der wichtigste Aspekt ist die Wahrnehmung - nicht die Manipulation der Atmung. Wenn du nicht mitbekommst, wie du atmest, kannst du es auch nicht verändern.

Die Atmung übst du mit lang ausgehaltenen Tönen.

Diese langen Töne sind die Grundlage für deinen Saxophonsound.

Beginne JEDE Übesession mit einem langen Ton

und achte dabei auf das Fließen deiner Atmung.

Die Atmung ist das Fundament für das Saxophonspielen.

Du lernst sie nicht um sie dann zu können.

Du lernst sie um sie üben zu können.

Du übst sie, um sie zu können.

Du kannst sie, um sie noch vertiefter zu lernen.

Du lernst sie vertieft, um sie noch mehr zu üben.

mehr…

Entspannter Miniworkshop zum Thema Atmung (Lifeskill)Die Strohhalmübung - Lungenkraft trainieren