Logo
  • Spielen
  • Lektionen
Inspiriert üben. Einfach frei spielen.
/
👾
spielen
/
Grundkurs
/
Level 4 - Tonkunst
Level 4 - Tonkunst

Level 4 - Tonkunst

Abschluss:

Komponiere 8 Takte über deine Akkordfolge nur aus passenden Akkordtönen. Spiele die 8 Takte und improvisiere weiterhin mit den richtigen Akkordtönen, bis die Aufnahme 1min lang ist.

Linien aus Akkorden.pdf50.9 KiB
image
‣

Warum Tonkunst so schwer erscheint

So entwickelst du deine Tonkunst

💡

In einem Satz: Erarbeite Akkordverbindungen kleinschrittig vom Basston aus singend und spielend nach der "Hausbau-Methode".

Für das alltägliche Üben:

Nutze diese Lernmethode für deine Solo-Erarbeitung: Lerne Akkordfolgen in "Bauphasen" mit jeweils 2 Schritten.

Schritt 1: Gleichbleibend spielen und Töne einprägen Schritt 2: Mit den Tönen improvisieren (Phase II+III im gleichmäßigen Puls nur die Tonreihenfolge improvisieren)

Die Phasen:

  • I-Grundton
  • II-Grundton+Terz
  • III-Dreiklang

Arbeite dich Stück für Stück voran:

  • Wenn du Verwirrung, Überforderung oder Unsicherheit empfindest: Konzentriere dich auf die Wechsel zwischen jeweils 2 Akkorden - das ist alles, worauf es ankommt.
  • Finde die Balance zwischen Herausforderung und Erfolgserlebnissen und lerne nur so viele Akkorde einer Form, wie du dir auf einmal merken kannst. Orientiere dich dabei an einer Fehlerquote von ca. 1 falschem Ton unter 20 richtigen. Das ist ein gutes Verhältnis beim Lernen im Flow.

Tricks und Fokus:

Je nach Lage der Töne auf deinem Instrument musst du zum Singen oktavieren und eine passende Lage finden. Merke dir den tiefsten Ton, den du singen kannst (Bspw. tief Bb) und passe deinen Hausbau daran an.

Greife die Töne beim Singen tonlos auf dem Instrument mit, oder stell dir vor, wie du sie auf dem Instrument greifst - so stärkst du konsequent die Verbindung deiner Soundvorstellung mit deinem Instrument und musst dir keine abstrakten Tonnamen vorstellen.

Du musst nicht alles perfekt singen können. Hilf deinem Gehör auf die Sprünge:

  • Spiel dir die Akkordtöne auf dem Instrument vor, bevor du sie nachsingst.
  • Nutze gleiche oder wenigstens ähnliche Abläufe, damit dein Gehör/deine Stimme vertraut mit den Tonsprüngen wird.
  • Wenn du dir bei einem Ton nicht sicher bist, spiel ihn dir auf dem Instrument vor

Große Tonsprünge und hohe Geschwindigkeit sind schwerer mit der Stimme abzubilden. Wenn du keine sängerischen Ambitionen hast, konzentriere dich auf Gehörbildung ohne die genannten Raffinessen und entwickle anschließend die technischen Aspekte auf deinem Instrument ohne Mitsingen.

Ohne Instrument:

Singe die Basstöne deiner Akkordverbindungen. Wenn du darin sicher bist: Singe den Hausbau nur mit der Stimme. Das ist für viele herausfordernd. Gehe es langsam an.

Du hast das Level geschafft, wenn...

...du 8 Takte über deine gewählte Akkordverbindung komponiert hast und insgesamt 1min fehlerfrei mit Akkordtönen improvisierst.

Hardcoremodus:

Füge Phase 4 hinzu: Vierklänge Füge Schritt 3 hinzu: Constant Rhythm statt gleichmäßiger Puls Variiere Schritt 3 mit eigenen Regeln

Audiobeispiele & Material

FAQ

Bassdurchläufe sind fast immer auf wenige Akkorde reduzierbar. Wenn es tatsächlich Akkordwechsel gibt, die halbtaktig oder schneller sind, bedeutet das erheblich mehr Übeaufwand. Fast in jedem musikalischen Kontext ist es ratsam, die Akkordwechsel in der Soloform zu vereinfachen. Entweder durch harmonische Raffinesse (Bspw. können Akkorde auf den "gemeinsamen Nenner" gebracht werden) oder eine entsprechende Absprache mit der Band.

Ich habe ein transponierendes Instrument. Wie gehe ich am besten vor? Um nicht jeden Akkordton einzeln transponieren zu müssen, brauchst du zuerst ein transponiertes Leadsheet, in dem jeder Akkord für dein Instrument transponiert ist. Dabei kannst du die Transponiertabelle zur Hilfe nehmen, wenn du kein Leadsheet in deiner Tonart findest. Wenn du irealPro nutzt, kann das Programm für dich transponieren. Anschließend kannst du mit der Soundtabelle die Akkorde entschlüsseln...

Mehr über das Thema lernen:

Das psychologische Grundprinzip, das hier im Fokus steht, ist die:

Cognitive Load Theory von John Sweller

Zahlen

"Einfach die Akkorde" gibt es nicht. Es gibt technisch gesehen 12 Töne und 13 gebräuchliche Akkordtypen. Das sind... 156 Akkorde aus mindestens 3 Tönen. Wann hast du das letzte mal 150 Buchstabenkombinationen, wie etwa D-Fis-A-Cis gelernt? Richtig! So etwas lernt niemand "einfach auswendig". Vernetztes Lernen mit Stimme, Sprache, instrumentaler Umsetzung und Variationen ist der Gegenentwurf zum trockenen Pauken von Buchstabensalat.

Logo