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Endlich regelmäßig üben mit dem Gewohnheiten-Installationsprotokoll
Endlich regelmäßig üben mit dem Gewohnheiten-Installationsprotokoll
Endlich regelmäßig üben mit dem Gewohnheiten-Installationsprotokoll

Endlich regelmäßig üben mit dem Gewohnheiten-Installationsprotokoll

Überthema
Üben lernen
Jede Veränderung ist anfangs hart, chaotisch in der Mitte und glorreich am Ende.

Robin Sharma

Wenn du es ernst meinst, mit deiner neuen Übe-Gewohnheit, dann ist das folgende Protokoll genau das Richtige für dich. Üben ist eine fantastische Gewohnheit. Es ist mehr als sinnvoll, sie in dein Leben zu integrieren. Denn mit regelmäßigem Üben bleibst du immer mit deiner Musik verbunden und schaffst dir eine Quelle der Freude und Erfüllung in deinem Alltag. Eine neue Gewohnheit zur Routine werden zu lassen, so dass du sie vermisst wie das Zähneputzen, braucht allerdings Zeit. Diese Zeit kann man grob in 3 Phasen unterteilen:

  1. Zerstörung 22 Tage (Anfangs ist es, als würde man einen Vorschlaghammer benutzen müssen, um den kleinen Platz im Tag für das Üben frei zu schaufeln.)
  2. Installation 22 Tage (Hier werden alte, hinderliche Verhaltensweise für die neue Gewohnheit weichen und das kann sich ruckelig und chaotisch anfühlen.)
  3. Integration 22 Tage (Langsam wird es harmonischer und die Gewohnheit fügt sich in den Alltag ein, einige Dinge werden klarer und selbstverständlicher.)

Du kannst immer nur eine Gewohnheit gleichzeitig neu in deinem Leben installieren und diese Gewohnheit sollte gut ausgewählt sein. Gleichzeitig sollte sie auch klar formuliert sein, so dass du erkennen kannst, wann du es geschafft hast, sie durchzuführen und wann nicht.

So installierst du deine neue Gewohnheit Schritt für Schritt in dein Leben

  1. Formuliere deine Übegewohnheit unmissverständlich: Was muss wahr sein, damit du weißt, dass du geübt hast? Wie sieht deine Übesession aus? Mach die Übegewohnheit erstmal so klein wie möglich, so dass du auch nach 2min sagen könntest: so fertig! Dabei kannst du dir bspw. auch mentales Üben zunutze machen. Mehr und länger geht immer aber wir wollen ja erst mal sicherstellen dass wir überhaupt gewohnheitsmäßig üben. Dabei stehen übertriebene Ansprüche mit komplex durchgeplanten, langen Übesessions im Weg.
  2. Lege Zeitpunkte zum Üben fest. Erstelle beispielsweise einen wiederholenden Kalendereintrag immer nach der Arbeit oder immer vor dem Abendbrot. Verbinde deine Gewohnheit am besten mit bestehenden Routinen. Pro Tipp: Stell dir einen Wecker, der täglich klingelt und dressiere dich selbst wie einen pawlowschen Hund 🐕.

Beispiel:

15min Saxophon spielen - jeden Tag. Egal, was. Nur eben 15 min. Und wenn ich nur einen Ton aushalte.Ich beginne das Üben mit einem langen Ton. Ich beginne, mein Saxophon aufzubauen, sobald der Übewecker auf meinem Handy klingelt, den ich wiederkehrend, abhängig von meinem Wochenplan, auf die Zeit vor dem Abendbrot stelle.

  1. Trage die drei Phasen in deinen Kalender ein, damit du dich immer daran erinnerst was du gerade in dein Leben integrierst und nichts Neues anfängst. (Jeweils 22 Tage: Zerstörung, Installation, Integration)
  2. Zieh durch, verurteile dich nicht für Versagen sondern lerne aus deinen Fehlern und behalte immer das Zitat vom Anfang im Hinterkopf. „Jede Veränderung ist anfangs hart, chaotisch in der Mitte und glorreich am Ende.“

Tipps:

  • Gib nicht auf, nur weil du deine Gewohnheit vernachlässigt hast - das ist ein Marathon und kein Sprint - jeder Tag ist ein Neustart. Tagebuch-Tipp: Notiere dir
    1. Warum es nicht geklappt hat (Kontext des Tages, Gedanken, Gefühle, Ereignisse…)
    2. Welche 1 Sache du morgen probierst, um wirklich zu üben.
  • Mach dir die Gewohnheit so leicht wie möglich indem du Ablenkungen (Telefon & andere Störungen) entfernst, Anreize (Konzerte, schöne Übe-Umgebung…) schaffst und dein Übematerial rigoros reduzierst
  • Üben ist eine der schönsten Gewohnheiten, die es im Leben gibt - schiebe es nicht auf die lange Bank sondern starte noch heute mit dem Gewohnheiten-Installationsprotokoll!

PDF zum Drucken und ausfüllen:

Literaturempfehlungen

Über Gewohnheitsbildung und -Auflösung:

Atomic Habits - James Clear

Das Protokoll ist aus „The 5am Club“ von Robin Sharma übernommen. Ich habe es damit tatsächlich mal geschafft, regelmäßig um 5 Uhr aufzustehen. Allerdings ist das für mich definitiv zu früh und ich habe meinen Wecker doch wieder einige Stunden vorgestellt 😋.

Lies auch gern über den Nobelpreisträger Iwan Petrowitsch Pawlow, der für seine Arbeit über klassische Konditionierung berühmt ist. Wir können uns unsere natürlichen Reiz-Reaktionsmuster zu Nutze machen, wenn wir sie verstehen. Pawlow hat Hunde trainiert, beim Klingeln einer Glocke in Erwartung einer Fütterung Speichel zu produzieren. Und er konnte ihnen diese Reaktion auch wieder abgewöhnen, indem er den Reiz (Glocke) regelmäßig ohne Fütterung setzte. Ebenso können wir uns über die Zeit konditionieren, um beispielsweise beim Ertönen eines Weckers mit dem Üben zu beginnen und störende Handlungen/Gedanken ruhen zu lassen.

gewohnheiten_protokoll.pdf
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