Es ist erstaunlich, aber die Anweisung, die den Sound meiner Schüler im Unterricht am zuverlässigsten besser macht ist folgende:
Achte auf deinen Sound!
Ja - es ist hierbei wirklich so einfach. Das häufigste Soundproblem entsteht tatsächlich im Kopf. Ich kenne das von mir sehr gut - kaum achte ich beim Spielen auf die Griffe, irgendeinen Technikaspekt oder IRGENDETWAS ANDERES ALS MEINEN SOUND, klingt mein Saxophon weniger ausgewogen. Der einzige Weg aus diesem Dilemme ist, niemals aufzuhören, genau zuzuhören. Sobald du anfängst, nachzudenken und deine Aufmerksamkeit aus dem Moment zurückziehst verliert dein Sound an Strahlkraft. Mittlerweile achte ich auch bei Technikübungen und allem, was ich übe auf die Tonqualität und die Routine unterstützt mich dabei, meinen Sound zu priorisieren, auch in größerem musikalischen Trubel. Natürlich gelingt das selten zu 100% aber es ist wie ein Achtsamkeitstraining und braucht eben Zeit und Wiederholung.
Die zweite Sache ist fehlende Intention und zumeist auch mangelndes Selbstbewusstsein: Sound ist wirklich ein wenig wie Magie - du musst dran glauben, dass du schön spielst, wie nie zuvor und schon ist es so. Um meine Intention zu trainieren, stelle ich mir am Anfang des Übens und zum Einspielen häufig den schönsten Ton vor, den ich mir vorstellen kann um ihn dann bewusst zu spielen. Dabei geht es vorrangig um die Tonqualität und sekundär um die Tonhöhe.