Wenn du auf dem schnellsten Weg lernen möchtest, ohne Hilfsmittel zu wissen, welcher Ton auf deinem Instrument welchem Ton auf einem anderen entspricht, dann bist du hier richtig.
Vorraussetzungen:
- Du musst die chromatische Tonleiter kennen um den vollen Effekt dieser Übung für dich nutzen zu können - Die Übung ist auch eine gute Methode, um die chromatische Tonleiter vertiefend zu lernen
- Du brauchst Karteikarten oder ein Karteikartensystem. Du kannst dir auch 24 gleich große Zettel aus dickem Papier oder Pappe zurechtschneiden. Sie müssen nicht groß sein, du schreibst nur ein paar Buchstaben drauf.
Werde Meister/in im Transponieren!
Beschrifte 12 deiner Karteikarten auf der Vorderseite mit dem klingenden Ton und einer Abkürzung für die Richtung in die du transponierst. Also von klingend zum Saxophon Bsp. "K→ S" Auf der Rückseite notierst du den dazugehörigen Ton auf deinem Saxophon. Die anderen 12 beschriftest du genau andersherum (Ton auf dem Saxophon vorn + S→K, Ton auf klingendem Instrument hinten). Nimm ruhig die Transponiertabelle zu Hilfe.
Transponiertabelle.pdf40.1KB

Lass dich abfragen von einem Familienmitglied, deinem Partner oder einem Freund. Oder frag dich selbst ab. Zuerst wird die Vorderseite vorgelesen, dann gibst du deinen Tip für die Rückseite ab und die Antwort wird abgeglichen mit der Rückseite der Karte. Pack die Karten, die du gut kannst auf einen Stapel und die, für die du länger überlegen musst oder falsch beantwortest auf einen zweiten. Danach wird immer nur der zweite Stapel abgefragt und die Karten werden je nachdem, wie du sie beantwortest auf einen der beiden Stapel gepackt. Das wiederholst du regelmäßig, solange du merkst, dass die Übung dich herausfordert und du ein wenig Spaß dabei hast.
🎷Visualisiere, wie du die Töne auf dem Saxophon greifst, während du die klingenden Töne einfach nur benennst. Im Beispiel vom Bild würdest du im Kopf ein Bb bzw. A# greifen und im Kopf so etwas denken wie "Db klingend". Wenn du kannst stellst du dir vor, wo der klingende Ton auf dem Klavier liegt.
❓Mithilfe der chromatischen Tonleiter kannst du dich zum richtigen transponierten Ton zählen:
Bb-Instrumente (Tenor, Sopran):
K→S gehe zwei Halbtonschritte nach oben !
- Bsp.: C 🎹 1→C# 2→D 🎷
S→K gehe zwei Halbtonschritte nach unten!
- Bsp.: Eb/D# 🎷 1→D 2→Db/C# 🎹
Eb-Instrumente (Alto, Bariton):
K→S gehe drei Halbtonschritte nach unten !
- Bsp.: C 🎹 1→B 2→Bb/A# 3→A 🎷
S→K gehe drei Halbtonschritte nach oben!
- Bsp.: Eb/D# 🎷 1→E 2→F 3→F#/Gb 🎹
🎹=klingender Ton 🎷=Ton auf dem Saxophon
Der Prozess ist deshalb so effektiv, weil du das Konzept der "spaced repetition", also der über eine längere Zeit verteilten Wiederholung anwendest, die gut erforscht und äußerst wirksam ist. Außerdem lernst du beim Schreiben unbewusst schon einmal die zusammengehörenden Töne und beim Üben selbst verbindest du das intellektuelle (trockene) Wissen um die Tonnamen mit dem praktischen Wissen um das Greifen der Töne, wodurch du dein Gehirn mehr aktiviert.